5 Highlights für Whiskylover in Schottland

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Machen wir uns nichts vor, als Whisky-Geniesser ist es unabwendbar, irgendwann auch einmal das »gelobte Whisky-Land« zu besuchen, in den Mythos einzutauchen, welchen (nicht nur) der Whisky ausmacht …

Hier ein paar persönliche Highlights für »Erstäter«!

1. Destillen

Ein Muss für den Whiskytrinker ist selbsverständlich eine Führung in einer der mittlerweile über 100 Destillen. Doch wohin? Nicht alle sind der Öffentlichkeit zugänglich, und dennoch gibt es eine Riesenauswahl. Mittlerweile werden bei den Destillen oft Spezial-Führungen angeboten. Doch lasst uns mal klein, aber eindrucksvoll anfangen:

Als besonders erwähnenswert ist für mich tatsächlich die erste Führung, die ich vor vielen Jahren als »Rookie« gemacht habe – Springbank Distillery, Campbeltown, Halbinsel Kintyre.

Bei Springbank fasziniert, dass dort die Whiskyproduktion tatsächlich noch als Handwerk betrieben wird. Als eine der wenigen Destillen, die noch selbst mälzt, bekommt man den Einblick in den gesamten Produktionsweg – «from Barley to Bottle« …

Mälzböden, Darrböden (Kiln), die Befeuerung der Öfen, das Geblubber in den Gärbottichen, die Hitze der Brennblasen, der unnachahmliche Duft in den traditionellen »Dunnage-Warehouses«, dort das verwöhnte Näschen in ein Fass hängen … all das hat mich von Anfang an bezaubert und macht den Besuch bei Springbank auch heute zu einem puren Genuss.

2. Pubs

Einfach die Qual der Wahl. Es gibt kleine, versteckte Pubs, in deren rustikalen Ambiente man vorwiegend Locals antrifft, bis hin zur elegant eingerichteten Hotelbar mit grandios geschultem Personal und beeindruckender Whiskyauswahl.

Schaut doch einfach mal in der »Dornoch Hotel Bar« vorbei, liegt quasi auf dem Weg von Eurem Besuch der Glenmorangie Destille.

Gemütlich, gediegen, von zwei sehr progressiven Jungs betrieben, mit passionierten Mitarbeitern und einer Whiskykarte, die vor Raritäten nur so strotzt (Old Orkney Distillery Bottling …oh mein Gott!).

Aber auch mit feiner Standard-Auswahl, Bieren und diversen Gins kann man hier abends sehr stilvoll »absaufen«.

Die Jungs betreiben vor Ort auch ihre eigene Destille (Dornoch Distillery), sind somit echte Freaks und mit etwas Glück bekommt man eine kleine Privatführung.

3. Restaurants

In Schottland ist mittlerweile die Sterneküche mehr als zu Hause – vor allem, was die Zubereitung von Meeresgetier angeht.

Als Seafood-Fan bin ich neuerdings sehr verliebt in Yan’s Kitchen, Port Charlotte, Islay.

Zwar nicht mit Sternchen dekoriert, aber mit hohem Niveau und einem wunderschönen Ausblick auf das Loch Indaal.

Natürlich gab es für mich »Seafood Platter«, mit Lobster, Crab und Langoustines, crispy Fries und einer hausgemachten Remoulade. Fangfrisch, sehr gut zubereitet und mit dem richtigen Werkzeug auch gut zu essen, mein kulinarisches Highlight der letzten Reise.

Unbedingt vorreservieren!

4. Whiskyshops

Bei manchen Frauen ist es die Handtasche – für mich gehört eher Whiskyflasche-Shoppen auch in Schottland dazu! Whisky eben.

Aber: lasst die Finger weg von den Standard-Bottlings! Die bekommt man allesamt günstiger bei uns zu Hause – aufgrund der hohen Alkoholsteuer in Schottland. Schaut nach speziellen Destillery-Abfüllungen: »Destillery only bottling« oder auch »Bottle your Own«, in der Destille zum »Selbstzapfen«.

Als klassisches Ladengeschäft steht das Luvian’s in Cupar auf der Halbinsel Fife bei mir an der ersten Stelle.

Ein charmant-chaotischer Shop, mit Feinkost, einer beachtlichen Weinauswahl, Craft Bieren, Gin und ganz erstaunlicher Whiskyauswahl zu fairen Preisen. Der Boss hat Ahnung, viel Ahnung … und so manche Sonderabfüllung im Regal!

Nach dem Einkauf gönnt man sich ganz entspannt ein Eis aus der Kühltheke – selbstgemacht, versteht sich – perferktes Shopping-Erlebnis, würde ich sagen.

5. Museen

Ihr wollt Kunst? Ab nach Glasgow! Gemälde, Skultpuren, Architektur – alles, was das Herz begehrt! Ihr wollt Whisky? In Edinburgh, am oberen Ende der Royal Mile, kurz vor dem Edinburgh Castle, findet Ihr die Whisky- Exhibition der SMWA.

Spassig, beeindruckend und spannend mit angrenzender Bar. Die richtige Adresse!

Kleiner, nostalgisch-verstaubt und mit ureigenem Charme bezaubert das Whiskymuseum Dufftown. Absolut sehenswert!

Für mich ist Schottland aber auch ein einziges, grosses Freilichtmuseum mit unzähligen historischen Relikten und Naturdenkmälern.

Zu meinen Lieblingen zählen die »Callanish Standing Stones«, Callanish, Isle of Lewis, »Scara Brae« auf den Orkney’s und ein Sonnenuntergang auf den Klippen des Dunnottar Castle.

Seid Ihr neugierig? Auf nach Schottland, geniesst den Charme der Leute, die Sehenswürdigkeiten, das Essen – und nicht zuletzt das »Wasser des Lebens«!

Katja Langstrof in Schottland

 

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