7 bemerkenswerte Irish-Whiskey-Facts

Interessant und nicht entscheidend.

Gleich zu Anfang räumen wir mit einem Klischee auf: Scotch galt lange als das Getränk von Ästheten und Aristokraten und Irish Whiskey als eine Alternative, um schnell und günstig einen zu »bechern«. Die Entwicklungshistorie des irischen Whiskey kennt sowohl Höhen- als auch Tiefflüge – seine Bedeutung im Vergleich zum Scotch zu marginalisieren wäre jedoch ein unverzeihlicher Fehler. Er ist nämlich viel mehr als Irish Coffee oder Hot Toddy. Irish Whiskey überzeugt seit Langem durch seine Qualität.

Wir wollen uns heute mit 7 bemerkenswerten Irish-Whiskey-Facts befassen und dabei einen Streifzug durch unser Irish-Whiskey-Special unternehmen. Haben Sie von allen 7 schon mal gehört?

Ireland first?

Irish Whiskey vs. Scotch Whisky

Angeblich liegt die Geburtsstunde des Irish Whiskey um 100 Jahre früher als die seines schottischen Bruders. Die Schotten sehen’s kritisch. Eine Tatsache hingegen ist, dass das »Wasser des Lebens« zum ersten Mal in den irischen Annalen aus dem Jahre 1405 Erwähnung fand. Erst im Jahre 1608 erteilte König James I. der Old Bushmills-Destille die erste Lizenz zum Brennen von Whiskey. Man kann dieses Datum getrost als offizielle Geburtsstunde der Irish-Whiskey-Herstellung betrachten.

The Great Dublin Whiskey Fire

The Great Dublin Whiskey Fire

Im Juli 1875 flossen ganze Ströme von Whisky durch Dublins Strassen. Der Grund war ein großes Feuer bei »Malone’s malt house & storehouse« auf der Chamber Street. Dort lagerten 5.000 Whiskeyfässer. Als das Feuer die hölzernen Fässer erreichte, sprangen die Flammen über und verwandelten den Inhalt in feuerspeiende Fontänen. Die brennende Flüssigkeit floss wie Lava durch die Stadt. 260.000 Liter Spirituosen wurden vernichtet und 13 Menschen fanden den Tod. Wohlgemerkt, es waren Alkoholvergiftungen die Todesursache – vom Trinken der kontaminierten Spirituosen direkt von der Strasse.

Wasser des Lebens … wieder mal

Wasser des Lebens; Raasay-WhiskyIrish Whiskey wäre ohne die Kunst der Destillation nicht denkbar. Die Legende besagt, dass diese Kunst – von missionierenden Mönchen bei den Mauren erlernt und von St. Patrick nach Éire gebracht – in den irischen Klostern ihren Ursprung nimmt. Kein Wunder, dass er der Schutzheilige aller Iren wurde. »Uisce beatha«, so wurde Whiskey früh auf Gälisch genannt, heißt Wasser des Lebens. Übrigens heißen viele Schnäpse übersetzt (Lebens)Wasser: Aquavit, Eau de vie und Wodka.

Der teuerste Irish Whiskey.

Pure Pot Still Whiskey
Bordeauxweine, Cognac, Portwein, Scotch – hier sind wir schon an astronomische Summen gewöhnt, wenn es um Raritätenverkäufe geht. Allerdings ist unter den teuersten 10 Whisk(e)ys der Welt auch ein Ire. Es handelt sich um eine Flasche, die mit späten 1800er Jahren datiert ist. Ein Pure Pot Still Whiskey, 25 Jahre alt abgefüllt, hergestellt in der Nun’s Island Distillery in Galway, Irland. Diese Brennerei schloss 1913, also vor über 100 Jahren, für immer ihre Pforten.
Kostenpunkt: 143.020 US-Dollar. In den (schottischen) Listen der teuersten Destillate taucht er allerdings meistens unter »Außer Konkurrenz« auf. Warum wohl?..

Mit und ohne »e«.

WhiskEy

Der Unterschied in der Schreibweise beim schottischen Whisky und irischen Whiskey war nicht von Anfang an streng reglementiert. Die Iren haben den Buchstaben »e« hinzugefügt, allerdings hätten sie es auch lassen können. Erst seit 1970 ist man sich einig und die unterschiedliche Schreibweise wurde offiziell bestätigt. Good to know: Auch amerikanischer Whiskey hat ein Extra e, kanadischer wiederum nicht.

»Offizielles« Destillensterben

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Im Jahre 1779 gab es in Irland offiziell 1228 Destillerien. Die britische Regierung musste reagieren und erhob eine hohe Steuer auf die Herstellung von Alkohol. Im Ergebnis verringerte sich die Anzahl der Destillen auf 246 im Jahre 1790 und auf verschwindend geringe 32 offizielle Destillen im Jahr 1821.

Irish Coffee

Irish coffee Gliss

 

In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts wartete eine Gruppe amerikanischer Reisender bei typisch irischem Schmuddelwetter in Foynes in Westirland auf ihren Weiterflug. Der Barkeeper am Flughafen belebte den bestellten Kaffee mit etwas Whiskey. Überrascht vom ungewöhnlichen Geschmack, fragten die Amerikaner: »Is this Brazil Coffee?« Der Barkeeper antwortete: »No, Irish.« Unter den Passagieren befand sich der Schriftsteller Stanton Delaplane, der diesen Barkeeper-Witz verewigt hat und das Getränk Irish Coffee weltweit bekannt machte.

Sláinte!

 

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