Festliche Genüsse und Wein

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Der Dezember inklusive der Weihnachtstage ist einfach die genussvollste Jahreszeit mit Weihnachtsgans und Hasenbraten und anderen klassischen Festtagsgerichten wie Forelle blau, Wiener Schnitzel oder Würstchen mit Kartoffelsalat. Es folgen in der Regel Christstollen, Adventsgebäck und Yorkshire Pudding zum Dessert. Die Vorweihnachtszeit mit ihren Adventswochenenden, die Feiertagen und Silvester warten mit allerlei Gaumenfreuden auf. Doch was trinkt man zu all diesen Köstlichkeiten? Gibt es einen ultimativen Festtagswein? Der Begriff »Festtagswein« ist ebenso verwirrend wie die Begriffe »Spargel-« und »Sommerwein«. Oder ist er eher eine Erfindung cleverer Werbefachleute, als dass sich dahinter ein bestimmter Wein versteckt?

Nachlese: Wie man Speisen und Wein nach Faustregeln kombiniert!

Vorweg – Hauptsache, es sprudelt

 

 

Zum Aperitif an den Feiertagen muss es einfach sprudeln und zur Stunde null an Silvester sowieso. Auch in heimischen Gefilden wird man schnell fündig. Viele Winzer bieten einen schmackhaften Sekt an. Sekt, das ist nichts anderes als die deutsche Bezeichnung für Schaumwein, der in Italien Spumante, in Frankreich Crémant oder Champagner und in Spanien schlicht Cava heißt. Doch wie unterscheiden sich eigentlich alle diese Schaumweine? Sie alle haben eines gemeinsam: Die Kohlensäure entsteht während der zweiten Gärung, bestenfalls in der Flasche – auch als traditionelle Flaschengärung bekannt.

Ob Sekt, Cava oder Champagner – Schaumweine sind einfach der perfekte Aperitif für einen feierlichen Abend. Allein schon der Anblick der aufsteigenden Bläschen im Glas hat etwas Erhabenes. Aber Schaumweine eignen sich auch gut als Essensbegleiter. Meeresfrüchte oder Austern kann man wunderbar mit einem Cava oder Champagner kombinieren, auch Terrinen und Pasteten freuen sich über eine schäumende Begleitung. Zum Abschluss des Festmahls, dem Dessert, passt ein Schaumwein ebenfalls wunderbar. Denn wenn man seinen Gästen anstelle von etwas Festem Schäumendes zum Dessert einschenkt, findet man einen herrlich frischen Abschluss.

 

Unsere Weinempfehlungen zum Aperitif

 

Zu Tisch I – Die Vorspeisenklassiker und Fisch

 

 

Vorspeisen und Fischgerichte zu Weihnachten suchen edle Weißweine oder auch Roséweine als Begleiter. Hier regieren neben kalten Platten und Antipasti Karpfen oder Forelle blau, lediglich angerichtet mit Kartoffeln, zerlassener Butter und Petersilie. Der richtige Weißwein dazu darf nicht zu kräftig sein, sondern sollte ähnlich aromatisch daherkommen wie der Fisch. Ein knackiger Weißwein wie ein Vermentino oder ein cremiger Chardonnay passen also à la façon. Familiär unkompliziert präsentieren sich Festtagsgerichte wie Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen oder Schnitzel.

Es versteht sich von selbst, dass der Österreicher hier zielsicher zu einem Grünen Veltliner greift. Der Franke bevorzugt hingegen einen Silvaner, und der Mosellaner hält seinem Moselriesling die Treue. Wer schon im Sommer gerne Roséweine trinkt, sie wegen ihrer knackigen Fruchtigkeit und Kombinationsfreudigkeit schätzt, wird auch unterm Christbaum dazu nicht nein sagen.

 

Unsere Weinempfehlungen zu den Vorspeisen

 

Zu Tisch II – Die Hauptgänge und Fleischiges

 

 

Die Weihnachtsgans und die Ente sind absolute Hauptgang-Klassiker aller Festtagsgerichte und lassen sich mit einer Vielzahl an Weinen bestens kombinieren: ein – im besten Fall gereifter – Rioja, etwas Elegantes aus dem Piemont oder dem Burgund. Lamm und Wildgerichte benötigen mehr Fülle und Kraft: ein Rotwein von der Côte du Rhône oder ein roter Bordeaux erweisen sich als fantastische Begleiter. Oder man setzt noch etwas mehr Geld auf Rot und gönnt sich einen Supertuscan aus Italien. Aber auch ein ordentlich gemachter Überseewein oder ein europäischer Exot aus Griechenland oder Kroatien kommt in Frage. Heutzutage kommen gute Weine auch schon aus Asien. Denen werden wir uns ein anderes Mal widmen.

Festzuhalten sei: Im Grunde genommen geben Ente, Gans, Hase, Lamm und Co. dem Gastgeber die Chance, sich bei der Weinwahl voll und ganz auf seinen und den Weingeschmack seiner Gäste einzustellen.

 

Unsere Weinempfehlungen zum Hauptgang

 

Süßes und Weihnachtsgebäck – alles außer Tee 

 

 

Die Adventszeit und ihr Gebäck, das gehört zusammen wie Schifahren und Hüttenzauber. Vanillekipferl und Spekulatius schreien förmlich nach einem filigranen Riesling Kabinett, am liebsten von der Mosel, denn von dort stammen die filigransten und verspieltesten Kabinettrieslinge überhaupt. Spätlesen sind die nächste Verlockung. Beim Christstollen kann man der Fantasie freien Lauf lassen, nur süß sollte der Wein sein: Edelsüße Rieslinge oder Sauternes. Muscat de Rivesaltes, Pineau des Charentes, Portwein, Banyuls, Maury sind passende Süßweinspezialitäten. Doch es gibt tolle Alternativen: Der gereifte, besser gesagt der alte Sherry ist eine gekonnte Cuvées aus trockenen und süßen Sherrys, aus verschiedenen Herstellungsmethoden und verschiedenen Lagerungen. Er harmoniert immer besonders gut mit dem Marzipan und den Rosinen. Auch Créme Brûlée, Yorkshire Pudding und Tarte Tartin sind perfekte weihnachtliche Spezialitäten, um zu alten Süßweinklassikern zu greifen.

Und nach dem opulenten Mahl? Digestif, Verdauerli und Schnaps danach? Obstbrände, Whisky und Liköre füllen die Hausbar ohnehin. Auch aus Weintrauben gibt es genug Hochprozentiges, erwähnt sei hier neben Brandy und Cognac der Grappa. Aus hochwertigem Trester gebrannt, ob im Fass gereift oder nicht, ist er immer ein feierlicher Abschluss eines ausgiebigen Festmahls. Und Garant, dass Gaumen und Magen auch die folgenden Feiertage noch die aufgetragenen Speisen und Köstlichkeiten vertragen.

 

Unsere Weinempfehlungen zum Dessert

 


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