Joey Timmann

»Bar Baltho«, Zürich.

Joey Timmann ist ein waschechter Hamburger Jung, der nun seit ca. 3 Jahren in der Schweiz lebt. Seit 10 Jahren in der Gastronomie, hat er davon mehr oder weniger die gesamte Zeit hinterm Tresen verbracht. Seine Leidenschaft für gute Drinks wächst stetig und er kann sich keinen schöneren Beruf vorstellen. Nach langen Jahren in Hamburg auf der Reeperbahn, zuletzt zwei Jahre als Barchef des Glanz & Gloria wechselte er in die Schweiz, eröffnete die Cinchona Bar und arbeitet heute in der Bar Baltho in der Marktstrasse im schönen Zürich.

Wenn er mal nicht «am Brett» arbeitet, versucht er so gut wie jede freie Minute auf dem Wasser zu verbringen. Seine zweite Leidenschaft ist nämlich das Angeln, er versucht der Jagd nach den Fischen so oft wie möglich nachzugehen. Was wiederum zu seiner ersten Passion passt, denn während man wartet, bis der Fisch beisst, ist ein guter Drink auch nicht fehl am Platz.

www.balthokuechebar.ch

 

baltho bar, Zürich

10 FRAGEN AN JOEY TIMMANN

Wie spät ist es und was machen Sie gerade?

Es ist 00:03 Uhr und ich habe mir gerade ein kühles Bier aufgemacht.

Wann wussten Sie, dass Sie Barkeeper werden wollen und warum?

Ich denke, dies wurde mir in meinem 3. Lehrjahr bewusst, dort habe ich vermehrt hinter der Bar gestanden und irgendwie wusste ich, dass ich dort hin gehöre.

Ab diesem Zeitpunkt habe ich den Job so interessant gefunden, habe dafür eine derart flammende Leidenschaft entwickelt, dass ich nicht mehr studieren wollte.

Welchen Beruf würden Sie ausüben, wenn es Ihren nicht gäbe?

Ich denke, wir würden alle ein unfassbar langweiliges Leben führen, wenn es keine Bars geben würde. Aber sollte wirklich eine Welt ohne existieren, wäre es wahrscheinlich auf den Beruf als Innenarchitekt hinaus gelaufen und ich wäre in die Fussstapfen meines Vaters getreten.

Worauf könnten Sie keinen ganzen Tag verzichten?

Kaffee & Zigaretten.

Wo und in welchem Jahr wären Sie jetzt gerne für 1 Stunde?

05. Dezember 1933 in den USA. Warum sollte jedem klar sein … (Anm. der Redaktion: An diesem Tag wurde die Prohibition in den USA aufgehoben)

Was ist das Verrückteste, was Sie je unter Alkoholeinfluss gemacht haben?

Ich bin einmal mit meinem besten Freund in Hamburg unterwegs gewesen und nach dieser durchzechten Nacht in Berlin aufgewacht. Keine Klamotten, kein Telefon und im allgemeinen keinen Plan, was zum Henker ich dort zu suchen hatte. Aber es schien eine verdammt gute Nacht gewesen zu sein.

Was trinken Sie, wenn Sie nicht wissen, was Sie trinken sollen?

Im Sommer Port Tonic und im Winter Bourbon Highball. Jedoch hat ein ehrliches Bier noch niemandem geschadet.

Die absurdeste Drink-Bestellung Ihrer Karriere?

Gerade am Anfang meiner Zeit in Zürich war vieles in der Schweiz sehr absurd für mich. Man verlangt dort oft »Weissen Vodka«, was eigentlich nur bedeutet, dass dieser nicht geflavored ist.

Der absurdeste Bar-Talk mit einem Gast?

Auf der Reeperbahn in Hamburg zu arbeiten beschreibt dies ganz gut. Da war fast jeder Gast absurder als der nächste.

Ihre teuerste Anschaffung in den letzten 10 Jahren?

Die neue C-Klasse.

COCKTAILREZEPT

Manzana de Cobre

50ml Jose Cuervo Reposado Traditional 

15ml Taylors Tawny Port Wine 

10ml Apfelreduktion 

5ml Agavendicksaft 

15ml frischer Limettensaft 

20ml Eiweiss

Shake // double strain 

Calvados-Kardamon-Duft on top // getrockneter Apfelchip als Garnish

Ich liebe die Kombination von gutem Tequila, in diesem Fall Jose Cuervo Reposado mit einer kleinen Portion Portwein. Die Apfelreduktion wird passend zu der kälteren Jahreszeit mit Zimt eingekocht. Diese herbstliche Note wird durch den Calvados-Kardamon-Duft, der auf dem Cocktail platziert wird, unterstützt.

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