The Real McCoy Rum: reales Abenteuer!

In den 1920er Jahren war Bill McCoy der Erste, der sein Segelschiff mit Alkohol in Barbados belud und damit vor die Küste von New York segelte. McCoy war ursprünglich Schiffbauer und konstruierte Fracht-Segelschiffe. Zu dieser Zeit war die Wirtschaft in den USA am Boden und McCoy hatte keine Aufträge. In seiner Verzweiflung war ihm ungewollt ein absurdes Gesetz zur Hilfe gekommen, die Prohibition.

Bill McCoyDer erster Rum Runner

Alkohol wurde 1919 in Amerika verboten – sowohl die Herstellung als auch der Verkauf und der Genuss. Unnötig zu erwähnen, dass diese Restriktion langfristig nicht von Erfolg gekrönt war.

Ganz im Gegenteil, es brachte viele neue Geschäftsideen. McCoy wurde also so einer der ersten Alkoholschmuggler – es gab später viele Nachahmer, die dann als Bootlegger oder Rum Runner berühmt wurden.

Vor der Küste Amerikas verkaufte er den Rum direkt vom Schiff herab an andere Schiffe, die vorbeikamen. Dabei achtete er peinlich genau darauf, dass er außerhalb der 3-Meilen-Zone blieb, die während der Prohibition als Grenze zu internationalen Gewässern galt.

McCoy machte sich schnell einen Namen, vor allem weil er den Rum nicht panschte. Während viele Nachahmer, allen voran der berühmt berüchtigte Mafiaboss Al Capone, ihren Alkohol mit verruchten und gefährlichen Substanzen wie Terpentin, oder Spiritus streckten – und fatalerweise sogar noch lustige Namen für diese Gesöffe erfanden, wie »Booze, »Hooch« oder »Rot Gut«, – stellte McCoy immer klar, dass seinem Rum nichts beigemischt wurden. So kam es dann auch, dass »The Real McCoy« als der »gute Stoff« bekannt wurde. Obwohl McCoy nichts Kriminelles getan hatte, war er schnell unter den meist gesuchten Männern Amerikas.

Sein Unterfangen wurde mittlerweile so erfolgreich, dass er mit seiner Flotte die Bahamas als Basis-Hafen nutzte und entlang der amerikanischen Küste Rum vom Schiff verkaufte.

Bill McCoy verkauft Rum vom Schiff aus auf den Bahamas

McCoy wird wiedergeboren

Bailey Prior, ein bekannter Dokumentarfilmer stieß Anfang des 21. Jahrhunderts auf die Geschichte von McCoy und schnell war ihm klar, dass er einen Film über die Story drehen musste. Beachtliche 5 Emmys bescherte ihm das Werk und es brachte ihn auf die Idee, auch den Rum selbst wieder lebendig werden zu lassen.

Bei seiner Recherche auf der Karibikinsel Barbados lernte er Richard Seale kennen, der in 4. Generation die Foursquare Destille leitet. Richard Seale stand damals schon international für hochwertigen Rum und er kämpft ständig für eine neue Klassifizierung eben selbiger Kategorie. Zusätze – und sei es nur Zucker – lehnt er bis heute kategorisch ab. Schnell beschlossen die beiden gemeinsame Sache zu machen und so entstand The Real McCoy Rum.

Heute wird dieser Rum – nach der historischen Vorgabe von McCoy – ohne jegliche Zusätze in den Qualitäten 3, 5 und 12 Jahre mit einem Alkoholgehalt von 40 oder 46 %, aus einer Mischung von Pot- und Column Still wieder produziert. Pot Still, also jener Rum – der mehr Körper bietet – ist der dominante Anteil und es wird nur in kleinen Mengen destilliert und abgefüllt. Die Altersangabe ist ein reales Statement es handelt sich also nicht um einen Blend von verschiedenen Altersstufen.

Vor zwei Jahren gesellte sich der erste Limited Edition, die heute fast überall ausverkauft ist, dazu. Das besondere daran ist, dass Richard Seale ungefähr 10 % des Rums in Ex-Madeira Fässern und die restlichen 90 % in Ex-Bourbon Fässern – beides für volle 12 Jahre – reifen liess. Diese Methode gibt dem Rum ein einige zusätzliche Aromen und macht ihn angenehm weich.

Ein lebendiges Sortiment aus Barbados

Alle Sorten zeichnen sich durch eine spannende Textur aus, sind vor allem mit angenehm fruchtigen Noten ausgestattet. Je älter sie werden, umso komplexer wird das Genuss-Erlebnis! Beim 12-jährigen gesellen sich Noten von Butterscotch und Kokos zur Frucktigkeit, unterlegt von feinen Fassnoten, beim »Fünfer« ist das Holz dezenter eingebunden und bietet eine »ausgewogene Leichtigkeit des Seins«.

Er ist ein tolles Beispiel dafür, dass es keine großen Zahlen auf dem Etikett benötigt, er ist ein absoluter Allrounder.

Der Rum macht pur im Glas eine gute Figur und ist ein idealer Partner für gemixte Getränke, wie zum Beispiel einen Con’n Oil, das Nationalgetränk aus Barbados.

Übrigens, The Real McCoy hat eine wirklich spannende Web Präsentation und bietet für alle Interessierten die Schule des Rums.

Selbstverständlich kann man sich auch den preisgekrönten Film anschauen: www.realmccoyspirits.com/de/movie

 

Kommentare sind geschlossen, abertrackbacks und Pingbacks sind offen.